Ratgeber für den Austausch im bestehenden Bad

Waschtisch austauschen: Bestand, Anschlüsse und Maße prüfen

Was kann bleiben, was muss geprüft werden? Dieser Ratgeber führt Sie durch Bestandsfotos, Aufmaß, Anschlüsse, Fliesen, Möbel und die technische Freigabe vor der Bestellung.

Waschtisch austauschen: Bestand, Anschlüsse und Maße prüfen

Kurz beantwortet

Anschlüsse und Fliesen können oft bleiben

Häufig ja. Ein neuer Waschplatz kann im fertigen Bad oft an vorhandene Anschlüsse und Flächen angepasst werden. Sicher ist das aber erst, wenn Beckenposition, Ablauf, Siphon, Möbelaufteilung, Höhe und Wandzustand zusammen geprüft wurden. Genau dafür erfassen Sie den Bestand, bevor etwas ausgebaut oder bestellt wird.

Der erste Entschluss

Erst klären, was bleibt

„Waschtisch austauschen“ kann drei sehr unterschiedliche Vorhaben meinen. Je genauer Sie den Umfang zu Beginn festlegen, desto zuverlässiger lassen sich Anschlüsse, Maße und Kosten einordnen.

Der alte Waschplatz wird vollständig entfernt

Becken und Badmöbel werden ausgebaut; Fliesen, Wasser- und Abwasseranschlüsse, Spiegel, Licht oder Steckdosen sollen möglichst bleiben. Dann wird der neue Waschplatz innerhalb dieses vorhandenen Rahmens geplant. Das ist der häufigste Austauschfall.

Der neue Waschplatz soll anders werden

Ein Austausch muss keine Kopie des alten Waschplatzes sein. Der neue Waschtisch kann breiter, schmaler oder flacher werden. Das Becken kann seitlich sitzen; auch ein Wechsel von zwei Becken auf ein Becken ist grundsätzlich planbar. Geprüft werden muss, ob Ablauf, Siphon, Möbelaufteilung, Armatur und die künftig sichtbare Wandfläche mit der neuen Lösung zusammenpassen.

Die vorhandenen Badmöbel sollen bleiben

Soll nur die Platte beziehungsweise der Waschtisch auf einem vorhandenen Fremdmöbel ersetzt werden, ist das kein gewöhnlicher 1:1-Tausch. Waschplatz-Experten prüft den Unterbau im Einzelfall und kann die Planung je nach Eignung annehmen oder ablehnen. Benötigt werden dafür mehr Angaben als nur Breite und Tiefe.

Halten Sie außerdem fest, welche weiteren Teile unverändert bleiben sollen: Spiegel oder Spiegelschrank, Leuchten, Steckdosen, Wandarmatur, Handtuchhalter und angrenzende Schränke. Eine neue Breite oder Höhe kann sonst an einem Bauteil scheitern, das in der ersten Skizze nicht vorkam.

Beispiel Jena

Austausch heißt nicht 1:1 kopieren

Im Gäste-WC in Jena sollte das alte Handwaschbecken verschwinden, die fertige Nische und die Anschlüsse blieben jedoch bestehen. Die Lösung nutzt die Nische mit einem maßgeplanten Möbel und nur 40 cm Tiefe. Die Beckenposition wurde auf den Bestand abgestimmt. Das Beispiel zeigt: Nicht die alte Keramik bestimmt die neue Form, sondern der tatsächlich verfügbare Raum zusammen mit den Anschlüssen.

Planungsbeispiel Jena ansehen →
3D-Planung eines kompakten Waschplatzes in einer schmalen Nische mit Tür

3D-Planung für Jena: Nische, geringe Tiefe und bestehende Anschlüsse wurden gemeinsam berücksichtigt.

Vor dem Ausbau

Bestand fotografieren

Fotografieren Sie den Waschplatz, solange Becken, Möbel, Spiegel und Anschlüsse noch vollständig zu sehen sind. Fotos zeigen Zusammenhänge, die in einer Maßliste schnell verloren gehen. Sie helfen auch dann, wenn der alte Waschplatz später schon demontiert ist.

Für eine erste Prüfung sind diese Aufnahmen sinnvoll:

  • eine gerade Gesamtansicht des gesamten Waschplatzes;
  • eine Ansicht von links und von rechts einschließlich Seitenwänden;
  • Tür, Türzarge, Dusche, Heizkörper und andere angrenzende Bauteile;
  • das geöffnete Möbel mit Ablauf, Siphon und Wasseranschlüssen;
  • Fliesenkanten, Wandanschlüsse, alte Bohrungen und beschädigte Stellen aus der Nähe;
  • Spiegel, Leuchten, Kabelauslass, Schalter und Steckdosen;
  • bei weiterverwendeten Fremdmöbeln zusätzlich Auflagefläche, Unterseite, Ausschnitte, Rückwand und Befestigung.

Ergänzen Sie Maßfotos. Legen Sie Zollstock oder Maßband so an, dass sowohl die Zahl als auch der Bezugspunkt erkennbar sind. Beschriften Sie die Bilder kurz, zum Beispiel „Ablaufmitte ab linker Wand“ oder „Oberkante Waschtisch ab fertigem Boden“. Dadurch lassen sich ähnlich aussehende Maße später eindeutig zuordnen.

Fotografieren Sie auch, was auf den ersten Blick nebensächlich wirkt: einen vorspringenden Türrahmen, eine schiefe Seitenwand, den Handtuchhalter oder eine Steckdose dicht über der Platte. Solche Details entscheiden oft darüber, ob Auszüge öffnen, eine Wischleiste passt oder der neue Waschplatz breiter werden kann.

Aufmaß für die Planung

Richtig messen

Messen Sie nicht nur das alte Becken. Für einen Austausch müssen Raum, vorhandener Waschplatz, Anschlüsse und gegebenenfalls der Unterbau zusammen betrachtet werden. Verwenden Sie für waagerechte Maße möglichst dieselbe fertige Seitenwand und für Höhen den fertigen Fußboden als Bezug.

Raum und freie Fläche

  • Wandbreite im Bereich der Platte sowie weiter oben für Spiegel und Schränke;
  • Abstände zu Tür, Türzarge, Dusche, Heizkörper und Seitenwänden;
  • verfügbare Tiefe und der freie Laufweg vor dem Waschplatz;
  • Öffnungswege von Türen, Auszügen und angrenzenden Schränken;
  • Position von Spiegel, Leuchten, Steckdosen, Schaltern und Handtuchhaltern.

Bei einer Nische messen Sie die Breite oben, mittig und unten. Notieren Sie alle drei Werte; ziehen Sie einen Montagespielraum nicht selbst pauschal ab. Wie viel Luft benötigt wird, hängt von Wänden, Material, Möbeln und Einbauweg ab und wird für die konkrete Planung festgelegt.

Der vorhandene Waschplatz

  • Gesamtbreite und größte Tiefe;
  • Höhe der heutigen Waschtischoberkante;
  • Abstand zur linken und rechten Begrenzung;
  • Position und Größe des Beckens;
  • Breite und Tiefe der vorhandenen Möbel;
  • Bereiche, die Becken, Platte, Möbel und Spiegel heute an der Wand verdecken.

Die alte Höhe ist ein nützlicher Vergleichswert, aber keine automatische Vorgabe. Üblich sind Oberkanten zwischen 85 und 95 cm. Die passende Höhe richtet sich nach den Nutzern und muss zugleich mit Unterbau, Ablauf und Siphon funktionieren.

Ablauf und Wasseranschlüsse

Messen Sie für Ablauf sowie Warm- und Kaltwasser jeweils die waagerechte und die senkrechte Position. Nennen Sie den Bezugspunkt ausdrücklich. Eine Angabe wie „Ablauf 42 cm“ ist unbrauchbar, wenn nicht klar ist, ob von links, rechts, Boden oder Plattenoberkante gemessen wurde.

Notieren Sie außerdem Rohrdurchmesser, sichtbare Absperrventile, vorhandenen Siphon und den freien Raum davor. Für die Planung zählt nicht nur, wo der Wandanschluss sitzt, sondern auch, wie der Siphon durch das Möbel geführt werden kann und ob Ventile später erreichbar bleiben.

Spiegel, Licht und Strom

Soll der bestehende Spiegel bleiben, erfassen Sie Breite, Höhe und seitliche Position. Gleiches gilt für Leuchten, Stromauslass und Steckdosen. Prüfen Sie nicht nur die optische Mitte: Schranktüren müssen aufgehen, Leuchten dürfen nicht mit hohen Schränken kollidieren und Steckdosen müssen sicher erreichbar bleiben.

Für den ersten Entwurf reichen nachvollziehbare vorläufige Maße und Fotos. Vor dem Produktionsstart müssen alle Maße bestätigt sein, die Platte, Beckenposition, Ausschnitte, Bohrungen oder Möbelaufteilung bestimmen.

Unter der Platte

Anschlüsse prüfen

Die Beckenmitte muss nicht automatisch genau vor dem Wandablauf liegen. Innerhalb der technischen Möglichkeiten kann die Beckenposition häufig an den Bestand angepasst werden. Eine pauschale zulässige Abweichung in Zentimetern gibt es jedoch nicht: Beckenablauf, Wandablauf, Siphon, Schrankteilung und Ausschnitte müssen gemeinsam funktionieren.

Unter dem Becken benötigen Auszüge meist Platz oder einen Ausschnitt für Ablauf und Siphon. Dadurch fällt dort Stauraum weg. Absperrventile und Siphon müssen trotzdem erreichbar bleiben. Das Bild zeigt als Prinzip, wie eng Becken, Anschlusspunkte und Auszüge zusammenhängen; es ist keine allgemeingültige Anschlusszeichnung.

3D-Planung mit geöffnetem Auszug und sichtbaren Anschlusspunkten unter dem Becken

Prinzipdarstellung aus einer 3D-Planung: Becken, Anschlüsse und Möbelausschnitte werden zusammen geplant.

Wichtig vor der Bestellung

Eine passende Möbelzeichnung ersetzt nicht die Prüfung der bauseitigen Anschlüsse. Der Installateur bestätigt Wasser, Ablauf und die tatsächliche Siphonführung vor Ort und übernimmt den fachgerechten Sanitäranschluss.

Mehr als ein Ersatz

Spielraum nutzen

Wenn die Bestandsdaten vollständig sind, lässt sich prüfen, wie weit die neue Planung vom alten Waschplatz abweichen darf. Diese Möglichkeiten kommen häufig infrage:

Gleiche Breite, bessere Aufteilung

Eine ähnliche Außenform erleichtert es oft, bisher verdeckte Wandflächen und bestehende Anschlusspositionen weiter zu nutzen. Innerhalb derselben Breite können sich Becken, Ablage und Stauraum trotzdem deutlich verändern. Auch hier werden Höhe, Befestigung, Siphon und Möbel neu geprüft.

Breiter oder schmaler werden

Ein breiterer Waschplatz schafft zusätzliche Ablage und Stauraum. Türen, Seitenwände, Heizkörper und Laufwege müssen frei bleiben. Ein schmalerer Waschplatz gewinnt Bewegungsraum, kann aber alte Bohrungen, Fliesenkanten oder unverkleidete Wandbereiche sichtbar machen.

Das Becken seitlich setzen

Eine seitliche Beckenposition kann den vorhandenen Ablauf berücksichtigen und auf der anderen Seite eine zusammenhängende trockene Ablage schaffen. Spiegel, Armatur, Siphon und Schrankteilung müssen diese Position mitmachen. Bei einer Wandarmatur werden zusätzlich Höhe und Ausladung zur neuen Beckenposition geprüft.

Von zwei Becken auf eines wechseln

Ein alter Doppelwaschplatz kann durch einen breiten Einzelwaschtisch ersetzt werden. So entstehen oft mehr Ablage und ruhiger nutzbarer Stauraum. Welche vorhandenen Anschlüsse weiter genutzt und wie nicht mehr benötigte Anschlüsse behandelt werden, legt der Installateur fest. Die ausführliche Alltagshilfe finden Sie im Ratgeber Einzel- oder Doppelwaschtisch.

Von einem Becken auf zwei wechseln

Zwei Becken brauchen zwei Armaturen und zwei Beckenabläufe. Ob die vorhandenen Wandanschlüsse dafür geeignet sind und wie Zu- und Ablauf geführt werden, muss der Installateur prüfen. Gleichzeitig braucht jedes Becken im Möbel den notwendigen Anschlussraum.

An einer Engstelle Tiefe sparen

Wenn Tür oder Laufweg nur an einer Stelle stören, muss nicht zwangsläufig der gesamte Waschplatz flach werden. Je nach System helfen geringere Tiefe, ein Tiefenversatz oder eine gerundete Form. Bei geringer Tiefe wird die Auswahl an Becken und Armaturen kleiner. Weitere Möglichkeiten zeigt die Übersicht zu Raumlösungen am Waschplatz.

Fertige Oberflächen

Fliesen und Nischen

Ein Waschtischtausch verlangt nicht automatisch neue Fliesen. Wenn der neue Waschplatz den bisher verdeckten Bereich weiterhin abdeckt und die Wand geeignet ist, können die vorhandenen Oberflächen häufig bleiben. Prüfen lässt sich das erst mit den Maßen und Fotos des Bestands.

Achten Sie auf diese Punkte:

  • Welche Fläche verdecken Becken, Platte, Möbel und Spiegel heute?
  • Wo liegen alte Bohrungen und Befestigungspunkte?
  • Gibt es beschädigte Fliesen, fehlende Kanten oder unebene Übergänge?
  • Werden durch eine geringere Breite oder andere Höhe bisher verdeckte Stellen sichtbar?
  • Passt der geplante Wandabschluss zur vorhandenen Oberfläche?

Eine Wischleiste oder Rückwand kann den Übergang sauber ausführen und die Wand im Spritzbereich schützen. Sie ist aber nicht in jedem Bad nötig und repariert keine ungeeignete oder beschädigte Wand. Werden Anschlüsse versetzt, Wandarmaturen geändert oder Flächen instand gesetzt, können trotz Austausch Arbeiten an Wand und Fliesen erforderlich werden.

Nischen an mehreren Stellen messen

Wände sind selten überall gleich weit auseinander. Messen Sie die Nische oben, mittig und unten und fotografieren Sie die Seitenwände. Zusätzlich muss klar sein, wie das Möbel in die Nische gelangt und ob Türen oder Auszüge vollständig öffnen. Den erforderlichen Montagespielraum legt die konkrete Planung fest; eine allgemeine Abzugszahl wäre unzuverlässig.

Seitenwand und Türrahmen mitdenken

Direkt neben einer Wand kann ein Auszug am Türrahmen oder an einer schiefen Wand anstoßen. Je nach Situation helfen ein seitlicher Abstand, ein Überstand der Platte, eine Blende, ein Seitenteil oder ein Rahmen. Die passende Lösung ergibt sich aus dem tatsächlichen Wandverlauf und dem Öffnungsweg.

Praxisfall Waldenbuch

Mehr Breite trotz Tür

Im bestehenden Bad sollten die Fliesen und die Anschlussposition bleiben. Eine Tür begrenzte den Waschplatz zusätzlich. Statt den neuen Waschtisch klein zu halten, wurde die Breite genutzt und die Lösung zur Tür hin bis auf geringe Tiefe verjüngt. Der Fall zeigt, warum Breite und Tiefe nicht getrennt betrachtet werden sollten: Eine gezielte Formänderung kann mehr nutzbare Fläche schaffen, ohne den Laufweg zu blockieren.

Planungsbeispiel Waldenbuch ansehen →
3D-Planung eines gerundeten Waschplatzes neben einer Tür im bestehenden Bad

3D-Planung für Waldenbuch: Die Form reagiert auf Tür, Laufweg und vorhandene Anschlussposition.

Sonderfall

Vorhandene Badmöbel

Soll nur die Platte oder der Waschtisch auf vorhandenen Fremdmöbeln ersetzt werden, gibt es keine allgemeine Zusage. Wir prüfen den Unterbau im Einzelfall und können die Planung je nach Eignung annehmen oder ablehnen.

Für die Prüfung brauchen wir Außen- und Innenmaße, Auflageflächen, Aufbau und Zustand, vorhandene Ausschnitte, Rückwand, Befestigung und Wandanschluss. Ebenso wichtig ist der freie Raum für Becken, Ablauf, Siphon und Wasseranschlüsse. Detailfotos der geöffneten Möbel, der Auflage und der Unterseite gehören deshalb zur Anfrage. Aufgequollene Bereiche, lose Verbindungen oder unklare Tragstrukturen müssen sichtbar benannt werden.

Vorhandenen Unterbau anfragen →
Prinzipdarstellung eines geöffneten Waschtischunterschranks mit Auszügen und Anschlussraum

Prinzipdarstellung: Auflage, Möbelaufteilung, Ausschnitte und Anschlussraum müssen zusammenpassen.

Kein automatischer 1:1-Fall

Eine passende Breite reicht nicht. Nur die Platte zu tauschen funktioniert erst dann, wenn Auflage, Tragfähigkeit, Zustand, Ausschnitte, Befestigung, Wandanschluss und Anschlussraum für die geplante Ausführung geeignet sind.

Klare Zuständigkeiten

Klare Zuständigkeiten vor dem Einbau

Die Planung wird zuverlässig, wenn jeder die Informationen bestätigt, die er vor Ort oder fachlich beurteilen kann. Mit Fachbetrieb sind je nach Aufgabe Installateur, Elektro- oder Ausbaugewerk gemeint.

Vergleich: nach rechts wischen, um alle Spalten zu sehen.

Sie Waschplatz-Experten Fachbetrieb vor Ort
Was bleibt? Umfang und Wünsche festlegen; Fotos liefern Auswirkungen auf die neue Aufteilung prüfen Notwendige Ausbauarbeiten einordnen
Raum und Wand Maße und Besonderheiten dokumentieren Planung auf die bestätigten Maße abstimmen Wandaufbau, Befestigung und Oberflächen prüfen
Wasser und Ablauf Positionen messen und fotografieren Becken, Möbel und Ausschnitte darauf abstimmen Anschlüsse und Siphonführung bestätigen und ausführen
Möbel und Platte Nutzung und gewünschten Stauraum beschreiben Aufteilung, Maße, Bohrungen und Lieferumfang planen Montagebedingungen und sichere Befestigung klären
Spiegel und Strom Bestand und gewünschte Nutzung angeben Spiegel und Möbel gestalterisch koordinieren Elektrische Anschlüsse prüfen und ändern

Vom Entwurf zur Fertigung

Planung freigeben

Für einen ersten Entwurf müssen noch nicht alle Details endgültig sein. Fotos, vorläufige Maße, Anschlusspositionen und Ihre Angabe, was bestehen bleibt, reichen aus, um sinnvolle Aufteilungen zu entwickeln. Unsichere Werte sollten dabei ausdrücklich als vorläufig gekennzeichnet sein.

Vor dem Produktionsstart müssen alle Angaben bestätigt sein, die die Fertigung oder den Einbau bestimmen. Dazu gehören je nach Situation:

  • verbindliche Breite, Tiefe und Höhe;
  • Becken- und Armaturenposition;
  • Ablauf, Wasseranschlüsse und vorgesehene Siphonführung;
  • Möbelaufteilung, Ausschnitte und Bohrungen;
  • Montagespielraum, Wandanschlüsse und sichtbare Kanten;
  • Öffnungswege sowie Spiegel-, Licht- und Steckdosenpositionen;
  • vollständiger Lieferumfang und Zuständigkeiten für Ausbau, Montage und Anschluss.

Prüfen Sie die Auftragsunterlagen deshalb nicht nur auf Farbe und Gesamtbreite. Vergleichen Sie die Zeichnung Punkt für Punkt mit dem Bad und mit den bestätigten Angaben des Installateurs. Weitere Informationen zu diesem Ablauf finden Sie unter Bestellung, Lieferung und Montage.

Bestellung und Produktionsstart sind nicht dasselbe: Produziert wird erst auf Grundlage der technisch geprüften und von Ihnen freigegebenen Ausführung.

Echte Kundenplanungen

Drei Wege zum neuen Waschplatz

Die Beispiele zeigen drei sehr unterschiedliche Austauschfälle: eine enge Nische, eine alte Keramiklösung und einen Waschplatz mit Türkonflikt.

Zum Abhaken

Checkliste

Für die erste Planung

  • □ Es ist festgelegt, welche Bauteile bleiben und was sich ändern soll.
  • □ Der gesamte Waschplatz ist von vorn und von beiden Seiten fotografiert.
  • □ Ablauf, Siphon und Wasseranschlüsse sind sichtbar fotografiert.
  • □ Wandbreite, freie Tiefe und Öffnungswege sind erfasst.
  • □ Breite, Tiefe und Höhe des alten Waschplatzes sind notiert.
  • □ Fliesenkanten, alte Bohrungen und beschädigte Stellen sind dokumentiert.
  • □ Gewünschte Breite, Tiefe, Beckenanzahl und Beckenposition sind beschrieben.
  • □ Nische, Seitenwand, Tür, Technik oder andere Besonderheiten sind angegeben.
  • □ Wenn Fremdmöbel bleiben sollen, liegen Maße und Detailfotos des Unterbaus vor.

Vor dem Produktionsstart

  • □ Die maßgeblichen Raum- und Anschlussmaße sind bestätigt.
  • □ Beckenposition, Ablauf, Siphon und Schrankteilung passen zusammen.
  • □ Siphon und Absperrventile bleiben zugänglich.
  • □ Der notwendige Montagespielraum ist berücksichtigt.
  • □ Wandaufbau und sichere Befestigung sind geklärt.
  • □ Sichtbare Fliesen- und Wandbereiche sind geprüft.
  • □ Spiegel, Licht, Steckdosen und Handtuchhalter passen zur neuen Aufteilung.
  • □ Plan, Bohrungen, Ausschnitte und vollständiger Lieferumfang sind geprüft.
  • □ Zuständigkeiten für Ausbau, Montage und Anschluss sind geklärt.

Häufige Fragen

Brauche ich für die Montage von Waschtisch und Badmöbeln einen Installateur?

Brauche ich für die Montage von Waschtisch und Badmöbeln einen Installateur?

Für die Montage von Waschtisch und Badmöbeln brauchen Sie nicht automatisch komplett einen Installateur. Die Möbel und Waschtische liefern wir so weit wie möglich vormontiert, sodass die eigentliche Möbelmontage je nach Situation auch von handwerklich versierten Kunden oder einem anderen Handwerker übernommen werden kann. Für den Wasseranschluss brauchen Sie in der Regel aber einen Installateur. Wichtig ist: Der Sanitäranschluss muss vor Ort fachgerecht vorbereitet und angeschlossen werden.

Müssen bei einer Badsanierung die Fliesen im Bad erneuert werden?

Müssen bei einer Badsanierung die Fliesen im Bad erneuert werden?

Nicht zwingend. Ein neuer Waschtisch mit Unterschränken verdeckt den Bereich hinter dem Waschplatz — bei einer Badsanierung reicht es oft, nur die sichtbaren Fliesen im Bad zu erneuern oder sogar gar keine. Wir fertigen den Waschtisch exakt auf die vorhandenen Maße, unabhängig davon ob die alten Fliesen bleiben oder erneuert werden. Das spart bei einer Bad-Renovierung erhebliche Kosten.

Was unterscheidet einen Waschtischunterschrank vom normalen Unterschrank?

Was unterscheidet einen Waschtischunterschrank vom normalen Unterschrank?

Der Waschtischunterschrank sitzt direkt unter dem Waschbecken — sein oberer Auszug hat einen Ausschnitt für den Ablauf und bietet daher etwas weniger Stauraum. Ein normaler Unterschrank daneben (oft als Waschbeckenschrank bezeichnet) hat diesen Ausschnitt nicht und kann den gesamten Platz nutzen. Beide Varianten sind als hängende oder bodenstehende Waschtischunterschränke erhältlich.

Welche Höhe ist für ein Waschbecken mit Unterschrank richtig?

Welche Höhe ist für ein Waschbecken mit Unterschrank richtig?

Die Höhe wählen Sie selbst — üblich sind 85 bis 95 cm Oberkante, je nach Körpergröße. Eine feste Vorgabe gibt es nicht; die Höhe muss nur mit der Ablauf-Installation abgestimmt werden. Bei einem Waschtisch mit Unterschrank stehend (bodenstehend) reguliert die Sockelhöhe (2,5, 4 oder 8 cm) die Gesamthöhe zusätzlich. Bei wandhängenden Möbeln ist die Montagehöhe ohnehin frei wählbar.

Welche Tiefe hat ein Waschtisch — gibt es auch 45 oder 40 cm?

Welche Tiefe hat ein Waschtisch — gibt es auch 45 oder 40 cm?

Standard ist 52 cm Tiefe (Ausladung von der Wand bis zur Vorderkante) — die nimmt man, wenn der Grundriss keine flachere Lösung erzwingt. Sie bietet die größte Freiheit: alle Becken, alle Materialien, Stand- oder Wandarmatur. Wo der Platz knapp ist, geht es flacher — 45 cm als kompakte Lösung, 40 cm als kleinste Tiefe im Beckenbereich. Je flacher, desto eingeschränkter werden Becken- und Armaturenwahl. Welche Kombinationen bei 40 und 45 cm freigegeben sind, zeigt die Übersicht für Gäste-WCs und kleine Bäder. Reicht seitlich der Platz nicht, sind gerundete Waschplätze oder ein Tiefenversatz oft die bessere Wahl, als pauschal alles flacher zu planen.

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Was muss ich bei der Badplanung beachten, wenn der Unterschrank mit Schubladen direkt an der Wand steht?

Was muss ich bei der Badplanung beachten, wenn der Unterschrank mit Schubladen direkt an der Wand steht?

Die Wand muss gerade sein und darf nicht nach innen ragen — sonst kratzen die Schubladen des Waschbeckenunterschranks beim Öffnen. In der Badplanung prüfen wir auch, ob ein Türrahmen im Weg ist. Lieber mit etwas Abstand zur Wand planen. Dafür gibt es vier Lösungen: Waschtisch-Überstand, Blenden, Seitenteile oder dekorative Rahmen (EDGE-Serien). Diese Details klären wir vor der Fertigung.

Lassen Sie den vorhandenen Waschplatz prüfen

Im Waschplatz-Berater laden Sie Fotos hoch, tragen Maße und Anschlüsse ein und beschreiben, was im Bad bestehen bleiben soll.

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