Funktion

Barrierefreie und unterfahrbare Waschtische

Wir planen freihängende Waschtische nach Maß, die heute hochwertig aussehen und bei Bedarf unterfahrbar bleiben. Entscheidend sind nicht nur der freie Platz darunter, sondern auch Montagehöhe, Knieraum, Siphon, Armatur, Spiegel und Bewegungsfläche.

Barrierefreies Waschbecken: weiße Platte, rechts frei unterfahrbar, links ein Unterschrank in Nussbaum

Unterfahrbar planen

Unterfahrbar ist der Anfang – barrierefrei wird der Waschplatz durch die gesamte Planung

Ein freier Bereich unter dem Becken schafft Platz für Beine oder Rollstuhl. Damit der Waschplatz auch im Sitzen gut nutzbar ist, müssen Montagehöhe, Kniefreiraum, Siphon, Armatur, Spiegel und Bewegungsfläche zusammenpassen. Ein freihängender fugenloser Waschtisch bietet dafür eine flexible Grundlage. Er erfüllt aber nicht allein automatisch alle Anforderungen an einen barrierefreien oder rollstuhlgerechten Waschplatz.

Begriffe

Barrierefrei oder rollstuhlgerecht — was ist der Unterschied?

Barrierefrei bedeutet: Der Waschplatz ist ohne fremde Hilfe nutzbar, auch im Sitzen. Rollstuhlgerecht geht einen Schritt weiter — mit mehr Beinfreiheit unter dem Becken und mehr Bewegungsfläche davor. Für den Waschtisch beginnt beides am selben Punkt: Der Bereich unter dem Becken muss frei sein, dauerhaft oder im Bedarfsfall.
1

Barrierearm

Hindernisse werden reduziert. Eine vollständige Normerfüllung wird damit nicht zugesichert.

2

Unterfahrbar

Unter dem Becken bleibt ausreichend freier Raum. Montagehöhe, Siphon und Kniefreiraum müssen dazu passen.

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Barrierefrei

Der gesamte Waschplatz wird so geplant, dass er entsprechend der vorgesehenen Nutzung selbstständig erreichbar und nutzbar ist.

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Rollstuhlgerecht

Zusätzlich müssen unter anderem Anfahrbarkeit, Bewegungsfläche, Greifbereiche und individuelle Nutzermaße berücksichtigt werden.

5

Höhenverstellbar

Der Waschtisch lässt sich nach der Montage aktiv in der Höhe verändern. Diese Funktion entsteht nicht automatisch durch eine freihängende Befestigung. Wichtig: Unsere freihängenden Waschtische werden in einer festgelegten Höhe an der Wand montiert. Eine automatische oder nachträglich verstellbare Höhenmechanik gehört nicht zur Standardausstattung.

Unsere Waschtische

Weil der Waschtisch selbstständig an der Wand befestigt wird, kann der Möbel-Unterbau unabhängig davon geplant werden. Soll ein Schrank später entfernt werden, müssen Befestigung, Anschlüsse, Wandoberfläche, Boden und Siphon bereits bei der ersten Planung darauf vorbereitet werden.

Maße und Anforderungen

Die Maße, die Sie kennen sollten

Die folgende Übersicht trennt die Anforderungen des KfW-Programms von den allgemeinen Möglichkeiten unseres Sortiments. Ob eine konkrete Planung förderfähig, barrierefrei oder rollstuhlgerecht ist, hängt nicht allein vom Waschtisch ab.

Die KfW nennt für die Höhe bewusst keinen Zahlenwert — gefordert ist die Montage nach dem Bedarf der Nutzer. Dusche, Türbreite und Raumzuschnitt gehören ebenfalls zur Förderung, liegen aber beim Bad, nicht beim Waschtisch: Das klären Sie mit Ihrem Sanitärbetrieb.

Merkmal Angabe Einordnung
Waschtischtiefe für KfW 455-B mindestens 48 cm Unsere Standardtiefe von 52 cm erfüllt dieses Produktmaß. 40 und 45 cm unterschreiten es.
Kniefreiraum erforderlich Die KfW nennt dafür keinen festen Zahlenwert. Siphon, Unterbau und Nutzermaße müssen gemeinsam geprüft werden.
Montagehöhe nach Bedarf der Nutzer Die Höhe wird bei der Montage festgelegt. Sie ist anschließend nicht automatisch verstellbar.
Bewegungsfläche vor dem Sanitärobjekt mindestens 90 × 120 cm Betrifft den Raum und muss mit dem Sanitärbetrieb beziehungsweise der Fachplanung geprüft werden.
Unsere Tiefen 52, 45 oder 40 cm Abhängig von Material, Becken und gewünschter Nutzung.
Unsere Breiten 60 bis 240 cm Größere Lösungen sind abhängig von der Planung möglich.
Abkantung (Waschtisch-Höhe) 4-12 cm wählbar Beeinflusst Gestaltung und verfügbaren Knieraum.

Unterbau-Varianten

Drei Wege zum unterfahrbaren Waschtisch

Alle drei kommen aus echten Planungen — und alle drei lassen sich später ändern, weil der Waschtisch an der Wand hängt und nicht auf den Schränken aufliegt.
01

Ohne Unterbau im Beckenbereich

Der Bereich unter dem Becken bleibt offen und kann passend zur Nutzung unterfahrbar geplant werden. Dabei müssen Montagehöhe, Kniefreiraum und Siphon gemeinsam festgelegt werden. Ohne Möbel bleibt der Siphon sichtbar; geeignete Design- oder Raumsparsiphons erhalten Sie über den Sanitärfachhandel.

02

Teilweise unterbaut

Stauraum wird seitlich oder nur unter Bereichen angeordnet, die nicht für die Nutzung im Sitzen benötigt werden. So können Auszüge und offene Elemente ergänzt werden, während der Beckenbereich oder ein zusätzlicher Sitzplatz frei bleibt.

03

Zunächst unterbaut, später vorbereitet freistellbar

Ein freihängender Waschtisch kann zunächst mit Unterschränken kombiniert werden. Soll der Beckenbereich später freigestellt werden, muss dies von Anfang an berücksichtigt werden: Der Schrank darf den Waschtisch nicht tragen, Anschlüsse und Siphon müssen geeignet sein und Wand sowie Boden sollten auch ohne Möbel fertig ausgeführt sein.

Planungs-Beispiel Darmstadt

So sieht der Bedarfsfall aus

Frau und Herr K. aus Darmstadt wollten den Waschplatz bereits heute auf eine spätere Nutzung im Sitzen vorbereiten. Der 160 cm breite HPL-Waschtisch hängt unabhängig von den Möbeln an der Wand. Wird der Schrank unter dem Becken entfernt, bleibt links weiterhin Stauraum erhalten. Der Waschplatz selbst kann dadurch bestehen bleiben; ob im übrigen Badezimmer weitere Anpassungen nötig werden, hängt von Tür, Bewegungsfläche, Dusche und WC ab.
Planungs-Beispiel Darmstadt ansehen →
Freihängender Waschtisch in Darmstadt mit abmontiertem Unterschrank unter dem Becken — der Bereich ist unterfahrbar

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Echte Planungen

Unterfahrbar geplant — so sieht das aus

Waschplätze aus echten Planungen mit freihängendem fugenlosen Waschtisch — von komplett unterbaut bis offen.

Förderung Barrierefreiheit

Förderungen vor der Beauftragung prüfen

Förderprogramme können den barrierearmen Umbau unterstützen. Eine Förderung ist jedoch keine feste Produkteigenschaft des Waschtisches. Entscheidend sind die vollständige Maßnahme, die technischen Voraussetzungen, die fachgerechte Ausführung und die Bewilligung durch den jeweiligen Fördergeber.

Pflegekasse

Bei Pflegegrad 1 bis 5 kann die Pflegekasse auf Antrag bis zu 4.180 Euro für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen zahlen. Voraussetzung ist, dass die Maßnahme die häusliche Pflege ermöglicht oder erleichtert beziehungsweise eine selbstständigere Lebensführung unterstützt. Die Pflegekasse prüft den individuellen Bedarf.

KfW 455-B

Die KfW fördert Einzelmaßnahmen aktuell mit 10 Prozent der förderfähigen Kosten, höchstens 2.500 Euro je Wohneinheit. Der Antrag setzt mindestens 2.000 Euro förderfähige Investitionskosten voraus und muss vor Abschluss von Liefer- oder Leistungsverträgen gestellt werden. Die Arbeiten müssen durch ein Fachunternehmen erfolgen; ein Rechtsanspruch auf Förderung besteht nicht.

Kombination beider Förderungen

Pflegekasse und KfW dürfen nicht denselben Teil einer Umbaumaßnahme doppelt fördern. Unterschiedliche Teile können nebeneinander gefördert werden, wenn sie sauber getrennt und separat abgerechnet werden.

KfW-Kredit 159

Alternativ bietet die KfW den Kredit 159 mit bis zu 50.000 Euro je Wohneinheit an. Kredit 159 und Zuschuss 455-B lassen sich nicht für dieselbe Maßnahme kombinieren.

Schluss-Hinweis

Stand: 24. Juli 2026. Förderbedingungen können sich ändern. Verbindlich entscheiden KfW, Pflegekasse und gegebenenfalls die zuständige Landesförderbank.

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Wissen für Ihre Badplanung

Barrierefreien und unterfahrbaren Waschtisch richtig planen

Ein unterfahrbarer Waschtisch ist mehr als eine Platte mit freiem Raum darunter. Damit der Waschplatz im Sitzen selbstständig und bequem genutzt werden kann, müssen Montagehöhe, Kniefreiraum, Siphon, Armatur, Spiegel und Bewegungsfläche gemeinsam geplant werden. Ein freihängender fugenloser Waschtisch schafft dafür eine flexible Grundlage und lässt sich je nach Bedarf offen, teilweise oder zunächst vollständig unterbaut gestalten.

Unterfahrbar und barrierefrei sind nicht dasselbe

Ein Waschplatz ist unterfahrbar, wenn Beine oder Rollstuhl unter den Beckenbereich gelangen können. Das beschreibt zunächst nur den freien Raum unter dem Waschtisch.

Ob der gesamte Waschplatz barrierefrei oder rollstuhlgerecht nutzbar ist, hängt von weiteren Punkten ab. Die Armatur muss erreichbar sein, der Siphon darf den Knieraum nicht unnötig einschränken und der Spiegel muss auch im Sitzen einsehbar sein. Zusätzlich wird vor dem Waschplatz ausreichend Bewegungsfläche benötigt.

Wer lediglich für das Alter vorsorgen möchte, benötigt möglicherweise keine vollständig normgerechte rollstuhlgerechte Lösung. Trotzdem lohnt es sich, spätere Anforderungen bereits bei Wandbefestigung, Installationen und Möbelaufteilung mitzudenken.

Der freihängende Waschtisch trägt sich selbst

Bei einem freihängenden fugenlosen Waschtisch wird die Waschtischfläche mit geeigneten Konsolen an der Wand befestigt. Ein darunter montierter Schrank trägt den Waschtisch nicht.

Dadurch kann der Beckenbereich offen bleiben oder mit Möbeln kombiniert werden. Soll ein Unterschrank später entfernt werden, bleibt der Waschtisch an seiner Position.

Diese Möglichkeit funktioniert allerdings nur dann reibungslos, wenn sie von Anfang an eingeplant wird. Hinter dem Schrank sollten Wand und Anschlüsse auch ohne Möbel sauber ausgeführt sein. Befestigungen, Siphon und Leitungsführung müssen ebenfalls zur späteren offenen Nutzung passen.

Mehr zur Konstruktion erfahren Sie unter Freihängender fugenloser Waschtisch.

Montagehöhe nach den Nutzern festlegen

Die richtige Höhe hängt nicht allein von einer allgemeinen Maßtabelle ab. Körpergröße, Sitzhöhe, Rollstuhl, Beweglichkeit der Arme und gewünschte Beckenform beeinflussen die Planung.

Bei einer Nutzung im Sitzen muss geprüft werden, ob Beine und Knie ausreichend Platz finden und die Armatur bequem erreicht wird. Wird der Waschplatz von mehreren Personen im Sitzen und Stehen genutzt, braucht es einen praktikablen Kompromiss.

Unsere Waschtische werden in der vereinbarten Höhe fest an der Wand montiert. Freihängend bedeutet deshalb nicht automatisch höhenverstellbar. Eine aktive Höhenverstellung benötigt eine eigene technische Konstruktion, die nicht zur Standardausstattung gehört.

Kniefreiraum und Siphon zusammen betrachten

Ein freier Möbelbereich hilft wenig, wenn Ablauf oder Siphon anschließend genau dort sitzen, wo Knie oder Beine Platz benötigen.

Deshalb müssen Beckenposition, Ablauf, Siphon und Wandanschluss gemeinsam geplant werden. Je nach Situation kann ein kompakter oder wandnah geführter Siphon sinnvoll sein. Das passende Sanitärzubehör wird vom ausführenden Installationsbetrieb ausgewählt und montiert.

Soll zunächst ein Unterschrank unter dem Becken sitzen, muss auch dessen spätere Entfernung berücksichtigt werden. Nach dem Ausbau werden Siphon, Anschlüsse und Wandfläche sichtbar.

Armatur und Becken müssen erreichbar bleiben

Die Armatur sollte sich mit geringem Kraftaufwand bedienen lassen und aus der vorgesehenen Sitzposition erreichbar sein. Eine Einhebelmischarmatur ist dafür häufig praktischer als getrennte Griffe.

Auch die Beckenform spielt eine Rolle. Ein sehr tief zurückliegendes Becken oder eine weit hinten sitzende Armatur kann die Nutzung erschweren. Beckenposition, Waschtischtiefe und Armaturenart sollten deshalb nicht getrennt voneinander ausgewählt werden.

Wir planen den Waschtisch mit oder ohne Hahnloch. Die Armatur selbst erhalten Sie über den Sanitärfachhandel.

Spiegel für Sitzen und Stehen planen

Ein Spiegel kann breit genug sein und trotzdem im Sitzen kaum nutzbar bleiben, wenn seine Unterkante zu hoch beginnt.

Bei einer gemeinsamen Nutzung im Sitzen und Stehen eignet sich häufig ein hoher Spiegel, dessen Spiegelfläche weiter nach unten reicht. Auch Beleuchtung, Steckdosen und mögliche Spiegelschränke müssen zur vorgesehenen Bedienhöhe passen.

Welche Spiegelgrößen und Beleuchtungsvarianten möglich sind, zeigen wir unter Spiegel und Spiegelschränke.

Drei Möglichkeiten für den Möbel-Unterbau

Sofort offen und unterfahrbar

Der Bereich unter dem Becken bleibt vollständig frei. Seitliche Möbel, Hochschränke oder Oberschränke übernehmen den benötigten Stauraum.

Diese Variante eignet sich, wenn der Waschplatz bereits heute regelmäßig im Sitzen genutzt wird.

Teilweise unterbaut

Möbel werden nur dort angeordnet, wo sie Beine und Rollstuhl nicht behindern. Das kann seitlich neben dem Becken oder unter einer separat genutzten Ablagefläche sein.

So lassen sich Stauraum und unterfahrbarer Bereich miteinander verbinden.

Heute mit Stauraum, später freistellbar

Der Beckenbereich wird zunächst mit einem Unterschrank ausgestattet. Waschtisch, Wandbefestigung und Anschlüsse werden jedoch so geplant, dass das Möbel später entfernt werden kann.

Diese Variante bietet heute Stauraum und bereitet den Waschplatz auf einen möglichen späteren Bedarf vor. Sie ersetzt allerdings keine Planung des gesamten Badezimmers. Tür, Dusche, WC und Bewegungsfläche können später weitere Anpassungen erfordern.

Wie Türen, Auszüge und zusätzliche Möbel kombiniert werden können, zeigt unsere Seite zur Modularität der Badmöbel.

52 cm Tiefe für förderfähige Planungen beachten

Waschplatz-Experten bietet Waschtische mit 52 cm Standardtiefe sowie kompaktere Varianten mit 45 oder 40 cm Tiefe an.

Für das KfW-Programm 455-B muss ein Waschbecken beziehungsweise Waschtisch mindestens 48 cm tief sein. Unsere 52 cm tiefe Lösung erfüllt dieses einzelne Produktmaß. Eine Tiefe von 40 oder 45 cm erfüllt es nicht.

Damit ist eine 52 cm tiefe Waschtischfläche jedoch noch nicht automatisch förderfähig. Kniefreiraum, Montagehöhe, Bewegungsfläche, Fachunternehmerleistung und weitere Programmbedingungen müssen ebenfalls eingehalten werden.

Breite und Beckenposition individuell festlegen

Unsere Waschtische können zwischen 60 und 240 cm Breite geplant werden. Auch größere Lösungen sind abhängig von Material und Konstruktion möglich.

Das Becken muss nicht zwingend in der Mitte des gesamten Waschplatzes sitzen. Eine seitliche Position kann einen großzügigen freien Bereich oder zusätzliche Ablage schaffen. Möbel lassen sich auf der anderen Seite anordnen, ohne den vorgesehenen Knieraum zu blockieren.

Mehr über individuelle Maße und Beckenpositionen erfahren Sie unter Waschtische und Badmöbel nach Maß.

Barrierefreier Waschplatz oder medizinisches Spezialbecken?

Waschplatz-Experten plant hochwertige freihängende Waschtische mit individuellen Maßen, Beckenformen, Materialien und Möbeln.

Medizinische Spezialbecken mit integrierten Haltegriffen, ergonomischer Bauchaussparung oder motorischer Höhenverstellung gehören nicht zu unserem regulären Sortiment. Werden solche Funktionen medizinisch oder pflegerisch benötigt, sollten sie über einen darauf spezialisierten Sanitär- oder Reha-Anbieter geplant werden.

Unsere Stärke liegt in einem individuell geplanten, unterfahrbaren Waschplatz, der wohnlich aussieht und sich in ein hochwertiges Badezimmer einfügt.

Echte Planungen zeigen verschiedene Wege

Im Planungsbeispiel Sinsheim bleibt der Bereich unter dem Becken offen. Flache Möbel sitzen seitlich und schaffen Stauraum, ohne den Beckenbereich zu blockieren.

Die Planung Bietigheim verbindet einen freihängenden Waschtisch mit seitlich angeordneten Möbeln.

In Darmstadt wurde der unter dem Becken sitzende Schrank entfernt. Der Waschtisch bleibt weiterhin an seinen Wandkonsolen befestigt.

Weitere Ausführungen finden Sie in unseren Planungs- und Preisbeispielen.

Förderung immer vor der Beauftragung klären

Die Pflegekasse kann bei Pflegegrad 1 bis 5 bis zu 4.180 Euro für geeignete wohnumfeldverbessernde Maßnahmen zahlen. Die konkrete Bewilligung hängt vom individuellen Bedarf ab.

Der KfW-Zuschuss 455-B beträgt für Einzelmaßnahmen 10 Prozent der förderfähigen Kosten, maximal 2.500 Euro. Mindestens 2.000 Euro müssen in förderfähige Maßnahmen investiert werden. Der Antrag muss vor Abschluss von Liefer- oder Leistungsverträgen gestellt werden.

Pflegekasse und KfW dürfen nicht denselben Teil einer Maßnahme doppelt fördern. Unterschiedliche Teile können mit getrennten Rechnungen nebeneinander gefördert werden.

Da Programme und Bedingungen geändert werden können, sollten Fördermöglichkeiten vor jeder Beauftragung direkt mit KfW, Pflegekasse oder einer unabhängigen Wohnberatungsstelle geklärt werden.

Den Waschplatz anhand der tatsächlichen Nutzung planen

Für einen ersten Entwurf helfen:

  • Wandbreite und Raummaße
  • Fotos aus mehreren Blickrichtungen
  • Position von Wasser und Ablauf
  • gewünschte Montagehöhe
  • Rollstuhl- oder Sitzhöhe, sofern relevant
  • benötigte freie Breite unter dem Becken
  • heutiger und späterer Stauraumbedarf
  • gewünschte Beckenposition
  • Angaben zu Spiegel und Beleuchtung

Im Waschplatz-Berater können Sie den freihängenden Waschtisch als Ausgangspunkt wählen und die wichtigsten Angaben eintragen.

In der anschließenden persönlichen Online-Planung entwickeln wir daraus einen Waschplatz, der zur aktuellen Nutzung passt und mögliche spätere Veränderungen berücksichtigt.

So entsteht keine pauschale „barrierefreie“ Standardlösung, sondern ein Waschplatz, dessen Maße, Konstruktion und Ausstattung eine konkrete Aufgabe erfüllen.

Fragen zu barrierefreien und unterfahrbaren Waschtischen

Wann ist ein freihängender fugenloser Waschtisch sinnvoll — auch für ein barrierefreies Bad?

Wann ist ein freihängender fugenloser Waschtisch sinnvoll — auch für ein barrierefreies Bad?

Ein freihängender fugenloser Waschtisch ist sinnvoll, wenn wenig Stauraum direkt am Waschtisch benötigt wird, ein barrierefreies Bad gewünscht ist oder Vorsorge fürs Alter eingeplant werden soll. Auch wer die offene, puristische Optik als Designelement schätzt, ist damit gut beraten. Barrierefrei im Bad zu planen bedeutet hier: Unterschränke können jederzeit entfernt werden, der unterfahrbare Waschtisch bleibt. Oft ist es eine Kombination aus mehreren Gründen.

Ist ein freihängender Waschtisch unterfahrbar und barrierefrei?

Ist ein freihängender Waschtisch unterfahrbar und barrierefrei?

Ein freihängender Waschtisch kann unterfahrbar geplant werden, weil er unabhängig von einem Unterschrank an der Wand befestigt wird. Barrierefrei oder rollstuhlgerecht ist der Waschplatz aber erst, wenn Montagehöhe, Kniefreiraum, Siphon, Armatur, Spiegel und Bewegungsfläche zur vorgesehenen Nutzung passen. Ein freier Bereich allein reicht dafür nicht.

Lässt sich ein freihängender fugenloser Waschtisch mit Waschbeckenunterschränken kombinieren?

Lässt sich ein freihängender fugenloser Waschtisch mit Waschbeckenunterschränken kombinieren?

Ja. Ein freihängender fugenloser Waschtisch kann ohne Möbel, nur in Teilbereichen oder vollständig mit Unterschränken ergänzt werden. Der Waschtisch selbst bleibt mit Konsolen an der Wand befestigt und vom Unterbau unabhängig. Ohne Schrank unter dem Becken ist der Siphon sichtbar. Soll der Bereich unterfahrbar sein, müssen zusätzlich Montagehöhe, Kniefreiraum, Siphon und Armatur passend geplant werden.

Freihängender Waschtisch mit Unterschrank ansehen

Ist der Siphon unter einem freihängenden Waschtisch sichtbar - und ist das ein Problem?

Ist der Siphon unter einem freihängenden Waschtisch sichtbar - und ist das ein Problem?

Nein — bei freihängenden Waschtischen ohne Unterbau ist der Siphon sichtbar und bewusst Teil des puristischen Designs im modernen Badezimmer. Bei bekannten Armaturen-Hersteller finden Sie sehr schöne Design-Siphons.

Abkantung und Siphon im Detail ansehen

Ihr Waschplatz. Unterfahrbar geplant.

In der kostenlosen Online-Planung klären wir Nische, Höhe und Unterbau — und was heute vorbereitet sein sollte, damit später nichts umgebaut werden muss.